Montag, 17. Januar 2011

Lederkleidung im Film

Wer erinnert sich nicht gerne an die unvergessene Diana Rigg, die in den frühen 60er in "Mit Schirm, Scharm & Melone" praktisch zur Lederikone wurde. Eigens für sie entworfene Lederoutfits machten sie zum Star und Bilder von ihr in Leder werden bis zum heutigen Tag im Internet gehandelt!
Auch Fräulein-Wunder Lilo Pulver wußte 1963 in "Ein fast anständiges Mädchen", wie sie ihre Kurven von einem Lederrock zu umhüllen hat um ihn perfekt in Szene zu setzen.
Bis zum Ende der 60er erkannten viele Regisseure die magische Anziehungskraft (und hierbei ist auch "Publikumsmagnet" gemeint) von Frauen in sexy Lederkleidung und experimentierten munter. In der Zeit waren hautenge Lederoveralls favourisiert - oft mit dem "Bikerimage", oft mit dem Image von "Sex & Crime" in Verbindung gebracht. Leder als reiner Verstärker der weiblichen Ausstrahlung oder weiblichen Sexapeals wurde damals eher selten benutzt.


In den 70ern spielte Leder im Film eher keine Rolle, fand aber in den 80er wieder seine Renaissance. Lederröcke (meistens bis kurz unters Knie) und start taillierte Jacken mit monströsen Schulterpolstern waren absolut in Mode tauchten so auch in vielen Filmen auf. Doch Leder als Strategie war eher die Ausnahme.


Dieses änderte sich dann drastisch gegen Mitte der 90er. Ab 1997 war beispielsweise mit "Buffy - Im Bann der Dämonen" eine Serie gestartet, in der bewußt mit Lederkleidung gespielt wurde. Mit Sarah Michelle Gellar fand man die perfekte Darstellerin, um diese Spiel zu spielen. Man brauchte ihr keine futuristischen Lederoutfits zu verpassen um Zuschauer zu binden. Man kombinierte ihre Kleidung mit engen Lederhosen, -röcken und -jacken und alles weitere kam von selbst. Schnell verkörperte sie die junge Schülerin, die sexy junge Frau und die starke Vampirjägerin in einem - und man nahm es ihr ab.
Dieser Richtung folgten bis heute viele weitere Serien - allen voran "Charmed - zauberhafte Hexen".
Die interessierte Leserin kann sich gerne schon Gedanken machen, in wieweit sich dieses Konzeptaufs reale Leben übertragen lassen mag - denn das ist das zentrale Thema dieses Blogs. Nur noch wenige Posts und wir sind an des Pudels Kern :-)


Die andere Richtung sind futuristische Outfits aus Leder und oft Latex, mit denen Filmemacher mehr und mehr versuchen Publikum zu binden. Als Beispiel hierfür könnte man Kate Beckinsale in "Underworld" nennen.
Auf diese Art der Outfits möchte ich aber nicht weiter eingehen, da sie fürs reale Leben eher von niederem Nutzen sind.

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